Mit Speck fängt man…….

May 3, 2012 § Leave a comment

Es gibt Bilder, die verkaufen sich wie warme Semmeln. Obwohl kein einziges Bröselchen Semmel darauf zu entdecken ist. Vielleicht, weil man eben doch mit Speck die besten Mäuschen fängt und macht? Um seine Brötchen damit zu verdienen.😉

Wenn sie gern gekauft werden, ist es unausweichlich: À la longue begegnet man ihnen auch wieder. In Prints, zB.  Wie dieses, das  ein Favorite in den Stockagencies ist. Erstens weil es sich immer wieder gut verkauft. Und – für mich – zweitens wegen der ersten direkten und völlig unerwarteten Wiederbegegnung mit einem der eigenen Bilder und wegen der Zufälligkeit, mit der das eben manchmal geschehen kann.   “Huch”….. die erste Reaktion. Das ist nun schon ein paar Jahre her. Das “Huch” wird ein bisschen weniger heftig, der Puls bleibt cooler, wirklich daran gewöhnen werde zumindest ich mich nie. Das leise Freuen bleibt immer.

Es ist eine amüsante Erfahrung mit Foodphotography: Man bereitet das Häppchen oder Rezept zu. Macht das  Shooting, liefert es in die  Agenturen. Und hat dann schon die   ungefähr 100 nächsten  Fotoideen und Bilder zu erledigen und auf der to-do-Liste. Und so kann es passieren, dass man ohne an Foodfotos zu denken, einkaufen geht, an der Kasse des Supermarktes in der Warteschlange steht und zum Zeitvertreib im Kundenmagazin “Mit Liebe” von EDEKA blättert. Und dann – passiert es. Mit dem “Huch”-Effekt,  weil  man doch ein bisschen verblüfft eines der eigenen “Werke” im Heft entdeckt (Ausgabe Herbst 2007).  Besonders in der ersten Zeit, in der man als Fotografin für Stockagencies tätig zu werden beginnt, ist man darauf eigentlich nicht wirklich gefasst.  Um ganz ehrlich zu sein: Eigentlich war ich anfangs nicht einmal darauf gefasst, dass und wann sich irgendwann vielleicht einmal ein Bild verkaufen würde. Oder dass ich selbst auch sehen würde, wo es gedruckt oder sonst veröffentlicht wird. Und irgendwann verrate ich auch einmal, wie und wo und warum es überhaupt dazu kam, dass ich überhaupt Bilder einer Agentur überliess, die solche an Kunden vermittelt. Dass sie davon etwas verkaufen würde – das hielt ich für undenkbar. Sag niemals nie…..

Natürlich weiss man normalerweise, wer der Kunde erworbener Bildlizenzen für Nutzung in diversen Medien ist, aber bei royalty free Lizenzen eben nicht immer, in welcher Form es konkret dann zum Einsatz kommt. Sprich: in welcher Zeitschrift z.B. der Verlag das Motiv illustrativ einsetzt. Wie dieses Bild im Rezeptteil. Ich mag es, wenn ich sehe, dass und wie es als Endprodukt dann aussieht. Nicht nur aus Eitelkeit, die jedem Fotografen zweifelsohne nicht fremd ist. Nicht ganz fremd ist. Bilder leben nun einmal davon, dass irgendjemand anderer sie auch sieht. Seinen Blick fangen, einen oder mehrere Gedanken in Gang setzen,….vielleicht und nicht selten sogar Emotionen. Was würden Sie übrigens sagen: Ist Appetit eine Emotion? Auf den Gedanken könnte man gelegentlich beinahe kommen. In den meisten Agenturen sind Foodbilder nämlich entweder an erster oder mindestens zweiter Stelle der gewünschten Motive.

Zu sehen, wo Bildern landen ist aber ganz besonders eben auch eine Möglichkeit für eigenes  Qualitätsmanagement: Hätte man das Bild nicht noch optimieren können? Andere, weitere kleine Accesoires, Utensilien, Spiel mit Schärfe, Unschärfe, die bei der  Bildgestaltung und anderen kleinen Details zusätzlich auffallen, wenn man sie eingebettet in eine Website, in einen Artikel über das Foodthema oder auch in Werbung sieht. Der einen selbst wieder inspiriert, welche anderen Bildelemente oder Stilmittel usw auch denkbar gewesen wären. Und eben bei weiteren Bildern als Ideen einfliessen werden.

So endet die Arbeit an jedem Bild eben nicht, wenn es in der Agentur und nicht einmal dann, wenn es ein-, mehrmals oder viele Male verkauft ist. Und….nein, es blieb auch nicht das einzige meiner Bilder, die dort landeten.

……. Das macht den Spass daran. Und daraus eine abwechslungsreiche Arbeit, bei der man die Liebe zu Produkten, Essen, Food, Kochen, Backen und jede Menge Kreativität ausleben kann.  Die auch der Arbeit in den Redaktionen von Kundenmagazinen und für die Websitegestaltung eigen sein dürfte.   Das Kundenmagazin “Mit Liebe” von EDEKA enthält oft nicht uninteressante Rezeptideen und liegt kostenlos an den Kassen aus.  Das nächste ab 4.6.2012. Solange der Vorrat reicht.  Blättern Sie ruhig mal rein, auch auf der website finden sich viele Rezeptideen.

Interesse an der RFL-Nutzung des Motivs? Gern. Hier beispielsweise können Sie die weiteren Details dazu finden. Weitere Fragen? Feel free to contact!

…………..Ach, Sie möchten gern das Rezept dazu?😉 Gern. Dazu in Kürze mehr. Stay tuned.

Tagged: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

What’s this?

You are currently reading Mit Speck fängt man……. at Liz Collet - Around The Globe.

meta