Basilikum und Capelletti – oder: Die Story eines Briefwechsels

June 8, 2012 § Leave a comment

Diese mit einer Füllung aus Basilikum, Ricotta / Frischkäse, Parmesan und einer Prise aus verschiedenen Pfeffersorten gefüllten Ravioli stammen aus der Zeit meiner allerersten Serien von Food Stills. Ich arbeitete noch mit der ersten digitalen Kamera, einer 300 D und einem Baustrahler aus dem Baumarkt mit zwei Schwenklampen. Und gelegentlich trickste ich in Ermangelung einer Makrolinse mit dem Teleobjektiv, das ich eigentlich für Aussenaufnahmen von den ersten Einkünften aus der Stockfotografie angeschafft hatte. Von einer Leiter aus. Als ich kürzlich bei einem meiner FB-Kontakte (eine wirklich gute Foodfotografin) ein making -of Bild entdeckte, auf dem sie ebenso auf der Leiter stehend Aufnahmen machte, musste ich sehr schmunzeln. Fotografie ist eben nicht nur Kreativität bei dem, was man ablichtet. Sondern auch, wie man sich nicht nur anfangs, sondern eigentlich immer mal wieder mit Kniffen und Tricks behilft.

Irgendwann kam dann ein Macro Objektiv dazu und der Baustrahler wurde irgendwann durch Kaltlichtlampen ersetzt.

Und seit einiger Zeit versuche ich selbst auf diese wann immer möglich zu verzichten und eine andere “Lichttechnik” zu nutzen. Man arbeitet eigentlich immer an Verbesserungen. Auch das Bild oben würde ich heute so nicht mehr fotografieren. Auch, weil sich im Bereich der Gastronomie, der Küchen und der Art, Food und Speisen zu servieren und präsentieren laufend etwas ändert – der Gast will immer neu angekitzelt werden. Will man also Bilder an Restaurants, Verlage, Onlineportale und andere Kunden verkaufen, versucht man logischerweise sich bei den Fotos und den eigenen Gerichten weiter zu entwickeln.  Manche Gerichte aber scheinen dann dennoch “klassisch” oder “traditionell” genug, um unverändert immer wieder ihre Klienten und Kunden zu finden.

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In diesem Fall gilt das auch. Es “garniert” den “Briefwechsel” mit dem Reisebericht zwischen den beiden hier – Tessa und Joanna – über eine Reise nach Montepulciano und Montalcino und das dortige Essen. Beim Rezept ist die Autorin des dortigen Artikels sehr nah an meinem Originalrezept. Nur getrocknete Tomaten, die sie dazu beschreibt, habe ich für die Ravioli im Bild nicht verwendet.

Ein weiteres Bild derselben Fotoserie des damaligen Shootings landete – btw – in der Rezeptdatenbank des Norddeutschen Rundfunks (NDR).  In der Hitliste der  beliebtesten Gerichte des Nordens.  Amüsanterweise zur Illustration der Dosen-Ravioli von Maggi  einerseits und den Originalen Südlich der Alpen aus der Küche der italienischen Mamma andererseits.

Ich will gern optimistisch sein, dass man das Bild den zweiten zugedacht hatte, weil Dosenravioli so dann doch nicht nach frischen Tomatenwürfeln, Kräutern und Käse  ausgesehen haben. Ich hab niemals welche gegessen, aber durchaus gelegentlich welche zu sehen bekommen. “Frisch aus der Dose”…………  Nix gegen Maggi….😉 naturellement, …aber ehe ich Ravioli aus der Dose essen hätte wollen, waren mir frisch gekochte, hausgemachte oder gekaufte Nudeln oder Spätzle mit bissl Butter oder Kräutern oder Käse einfach zig mal lieber. Und auch in wenigen Minuten fertig.

Bildquellen:

Ravioli oder Cappeletti © Liz Collet

Basilikum und Cappeletti © Liz Collet

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