Ich glaub’, ich steh’ im Wald!

June 26, 2012 § 4 Comments

Sie kennen diese Redensart? Sie passt so frisch wie der Morgentau eben des Waldes, der  zur ganz frühen Stunde  an und zwischen Farn, Blättern, Zweigen, Nadeln und Laub des Mischwaldes im ersten Lichtschimmer und Strahlen des Sonnenlichts, das zwischen diese fällt und sie glitzern lässt. Während Sie und ich dort einmal tief durchatmen und über alle Sinne und Augen, Ohren, Näschen aufatmend wahrnehmen, was zu sehen, zu hören und an Duft und Gerüchen dort zu entdecken und zu geniessen ist.

Das würde ich gern dieser Tage auch – aus manchen Gründen muss das verschoben werden, bis der Terminplan und ein paar andere Hürden daran wieder denken lassen.

Von Kindheit an ist das eines meiner Reviere: der Wald. Sie werden das in manchen meiner Blogposts an anderer Stelle vielleicht schon entdeckt und gelesen haben. Vor allem meinen Grosseltern, mit und bei denen ich dort viel Zeit verbrachte, verdanke ich das und die Verwurzelung mit allem, das mir damit bereits Kindesalter vertraut ist. Ich hatte mehr Heimweh nach den Wochen, der Zeit,  die ich mit ihnen selbst später in Ferien oder an anderen freien Tagen dort verbrachte, als zu dem, wonach andere Menschen Heimweh empfinden.  Zu dem, was und wo ich mit ihnen unterwegs war und was damit verbunden war – sehen, hören, beobachten, still sein, Wald als solches, wie bis in jedes Detail an Tieren wie Flora und Fauna dort zu entdecken und zu geniessen, Früchte des Waldes aller Art zu kennen und – ja, auch zu geniessen, soweit sie essbar sind. Ob ich mit ihnen in die Schwammerl oder in die Waldbrombeeren ging, zwischen den Bäumen – Glück pur – Wild, Füchse oder auch mal Bachen und Frischlinge entdeckte und Atem anhaltend und regungslos innehielt und diesen zusah. Oder – was dachten Sie wohl? – immer die erste auf dem Hochsitz war, wo immer sich einer fand, von dem aus ich frühmorgens oder bis in die Dämmerung nie müde werden konnte, was es dort zu sehen gab. Natürlich nie ohne, wie von meinem Grossvater gelernt, zuvor zu prüfen, ob er stabil stand und nicht marode an einzelnen Stellen der Sprossen etwa.

Die Liebe dazu ist unvermindert. Und so freue ich mich doppelt, wenn ich mitten im (Blätter-)Wald, Print oder virtuell umgekehrt dann das eine oder andere rund um den Wald oder aus dem Wald und über das, was für ein Genuss es ist und sein mag, wieder zu entdecken ist. Wie beispielsweise meine kulinarischen Rehnüsschen.

Ich höre wohl den Protest, den der eine oder andere von Ihnen nun grummelt: Wie  kann man Reh, Wild  kochen, braten, schmoren, essen und gar geniessen, wenn man lebendiges Wild so liebt!?

Man kann darüber bei Fragen der (vegetarischen und anderen) Ernährung und der Philosophie rund um Naturschutz trefflich verschiedene Ansichten haben und diskutieren. Für mich  aber ist auch die Jagd durch Menschen, die dazu das Wissen und die Zuständigkeit haben, nach  wie vor kein Widerspruch zur Hege und Pflege von Wald und Tieren dort, sondern Teil der Pflege des Waldes und Teil der Forstwirtschaft. Zu der  im weiteren auch die Jagd gehört. Wichtiger ist mir, wie diese und von wem sie zB ausgeübt wird und ob sie geeignet ist, auch künftig das zu erhalten, was ich seit Kindheit weder selbst noch für meinen Sohn oder andere verloren sehen möchte.

Das zu vermitteln, versuchen auch – virtuell und als Prints – viele Informationen der zuständigen Behörden, Ministerien und andere neben den Initiativen, die sich Naturschutz auf die Fahnen geschrieben haben und ihrerseits ihren Anteil daran haben, dass vieles eben noch nicht ausgestorben oder verloren ist und weiter erhalten bleibt.

Zu solchen Informationen gehört unter anderem auch jene Broschüre “Wälder für Niedersachsen – Wald, Forst- und Holzwirtschaft im Wandel” des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, die Sie hier herunterladen können. (HIER – etwa auf mittlerer Höhe der Seite beim Scrollen zu finden – oder hier aufrufen). Blättern Sie doch einmal durch….. und sehen Sie sich den Wald und manches darin ein wenig genauer an. Sie werden dort das eine oder andere Augen- und vielleicht sogar beim genauen Hinsehen Gaumenschmankerl entdecken.  Viel Vergnügen!

Sollten Sie für Themen rund um Wild und Wald oder Rezepte zu manchem aus dem Wald ebenso wie das Niedersächsische  Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung für Print und / oder Web von mir nutzen wollen,  gern! Lizenz für das Bild oben können Sie hier [Rehnüsschen im Speckmantel an Rotweinschalotten] erwerben oder Details dazu dort oder bei mir erfahren, ebenso wie für alle anderen meiner Fotoarbeiten.

Es wäre mir immer ein Vergnügen – wenn Sie in den laufend von mir ergänzten Agenturen dazu noch nicht das Passende bei meinen Arbeiten finden – Ihnen gern auch weitere Arbeiten zu zeigen oder individuell zu fertigen.

Ach ja – da war ja noch die Frage, warum mir eigentlich so taufrisch die Redensart in den Sinn kam, welche den Titel dieses Posts – AUCH – veranlasste? Nun, zwei andere Fundstücke. Zwei andere Bundesländer. Nicht (!) Niedersachsen. Und dort von Bildern zu Motiven und Themen aus und rund um den Wald. Die von mir wieder einmal  an Stellen im virtuellen Blätterwald in aller Morgenfrühe entdeckt wurden, wo sie – sozusagen –  im falschen Revier gelandet sind und nicht hingehören. Nicht dorthin gehören, weil von jenen eben (im Gegensatz zu diesen Herausgebern für die Broschüre) dort keine Nutzungslizenzen erworben wurden. Gewildert sozusagen. Im einen Fall mit Bild von einem Wildgericht vom Reh. Und im anderen mit dem von essbaren Pflanzen, Kräutern. Auf einer Website rund um den Wald.

Fangen Sie jetzt gar nicht mit der Pirsch nach den Wilderern an, Sie wissen ja, namentliche Pranger finden Sie bei mir zumindest so lange nicht, bis aussergerichtliche und einvernehmliche Regulierung über solche Urheberrechtsfälle gescheitert ist. Und auch keine Daten, die Ihnen die Pirsch zum Wilderer ermöglichen würden. Nur:

Wilderei ……….geht aber eben gar nicht. So ist es dann eben unumgänglich, gegen Wilderer vorzugehen, auch dort halt. Und zu sehen, was die zu stellenden Wilderer zu ihrer Verteidigung des Wilderns in fremdem Revier des Urhebernutzungsrechts dann zu sagen haben  und an tätiger Reue zeigen werden. Damit nicht sie selbst bei fehlender Bereitschaft zur Klärung auf freundliche Anfrage hin, (die ich zunächst stets bevorzuge, wo man Versehen oder Fehler nicht ausschliessen, aber auch einvernehmlich regeln kann ), dann doch “zum Ab.Schuß” durch anwaltliche Ab.Mahnung oder gar weitergehende rechtliche und gerichtliche Eil- und andere prozessuale Maßnahmen freigegeben werden müssen.Wenn letzteres erforderlich werden sollte, weil Vernunft nicht die Antwort auf die goldene und angebotene Brücke ist? Dann mehr dazu – wo dann die §§ um die Rechtsfälle als Fangstrickerl angelegt werden müssten.

Auch ich hab meine Reviere zu hegen, zu pflegen, zu schützen – nicht nur im Wald. Und bei allem, was darin und daraus geschätzt wird. 

Kimme und Korn dann – bei denen, wo keine Einigung zustandekommt.

Oder glauben Sie, ein Bäcker würde Ihnen nicht mit dem Broteinschiesser nachjagen, wenn Sie und zig andere  ihm nicht nur die Butter vom Brot, sondern gleich jenes selbst aus den Regalen oder der Backstube nehmen und  ohne zu bezahlen abjagen würde? Ebent….. Der würde auch wild werden. Und jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand versteht ihn dabei nur zu gut. Dass ein Gut mit Wert und nicht ohne Gegenwert zu bekommen ist, auch wenn es im Wald herumläuft oder in der Welt leicht einzufangen, mussten Wilderer mit Recht lernen. Und ………..bei optischem Wildbret gibt es keinen Grund, das zum Freiwild zu erklären. 

Nun denn – halali. Oder so. Erst mal auf den Espresso. Und dann auf ein paar andere Dinge. Die heute auch noch zu erhaschen sein müssen. 

Erfolgreiche Pirsch und Jagd für Ihren Start in und durch den Tag !

Bildquelle und Info zum Bild “Rehnüsschen im Speckmantel an Rotweinschalotten © Liz Collet” und Nutzungsrechten hier. Weitere Arbeiten von mir  in den Agenturen oder gern auf Anfrage.

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