Apotheker: Vorrang verfassungsrechtlicher Gewissensfreiheit oder der Versorgungsauftrag der Bevölkerung?

October 16, 2015 § Leave a comment

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Freedom of Science © Liz Collet

Wie steht es mit der im Grundgesetz allen Menschen und damit auch Apothekern garantierten Gewissensfreiheit, wenn diese im Widerspruch zur ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln steht, wie z.B. bei der Pille danach?

Die Versorgungsaufgabe der Bevölkerung hat einen hohen verfassungsrechtlichen Rang, hinter dem die Gewissensfreiheit des Apothekers bei der Abgabe von Arzneimitteln in der Regel zurückstehen werde. So die Anwort der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Ingrid Fischbach (CDU), auf eine schriftliche Anfrage der Bundestagsabgeordneten Pia Zimmermann (Linke). Diese hatte sich erkundigt, ob Apotheker aus Gewissensgründen die Abgabe verordneter Arzneimittel verweigern können.

Ein sicher kontrovers diskutierbares und interessantes Thema, mit dem sich dieser mit einem meiner Bilder illustrierte Beitrag der DAZ Online hier vor einiger Zeit befasste und der nicht nur bei der Frage der Pille danach unter Umständen eine Rolle spielen kann:

So fragte mich ein Apotheker auch mal, ob er ein bestimmtes Medikament, das einer zunehmend dementen, aber auch immer wieder von zuhause “weglaufenden” Dame von deren Angehörigen und auf Rezept des Arztes verordnet und verabreicht werde, diese aber seiner Ansicht nach vor allem “chemisch fesseln”, sprich: ruhigstellen und am Weglaufen und sonst lebhaftem Agieren hindern solle, wirklich weiter verkaufen müsse. Er kannte die Dame seit Jahrzehnten, wusste um familiäre Verhältnisse ….und davon, dass im Hintergrund auch Streitigkeiten der Kinder um Erbschaft, Betreuung und finanzielle Betreuerstellung bestanden. Und machte sich Gedanken, ob das Medikament auch vor deren Hintergrund missbraucht werden könnte….

Keine so ganz fernliegende Überlegung. Für Gewissensfreiheit und Versorgungspflicht eines Apothekers.

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