Rezeptfrei aus der Apotheke, das Rezept zum Selberkochen von mir: Milchreis

December 14, 2015 § Leave a comment

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Milchreis mit Apfel © Liz Collet

Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen,
wenn man nicht gut gegessen hat.

Virginia Woolf

Oder schlicht: Gutes Essen hält Leib und Seele beisammen.

Dazu braucht man kein Rezept. Kochrezepte, ja. Arzneimittelrezepte – zunächst nein. Aber auch die gesündeste Ernährung kann nicht verhindern, dass Menschen erkranken. Hört man dann gern. Ein altes Lied. Und dennoch ebenso wahr: Gesunde Ernährung, Ernährung mit guten Zutaten minimiert Risiken und erhöht letztlich auch Lebensgenuss und -freude.

Muss man ein Rezept dazu dann in der Apotheke einlösen? In Apotheken suchen?

Man könnte sagen: Im Prinzip………nein. Die Freude daran, dass manche meiner Rezepte den Weg gleichwohl in viele Apotheken und dortige Rezept-Tipps (hier beispielsweise) nehmen, ist umso grösser und alles andere als ein Widerspruch, schliesslich geht es dort immer um die Gesundheit. Und die fängt – so banal es ist – bei der Ernährung an.

Und wenn Sie (wie in meinem Fall) als Juristin mit Tätigkeitsschwerpunkt im medizinischen Themenspektrum Folgen nicht nur, aber vielfach auch ungesunder Ernährung und Lebensweise zu tun haben, wissen Sie leider auch, wie oft Lebensstil und -weise und auch Ernährung spätestens bei der Behandlung von Krankheiten, nach und während dieser grosse Rolle spielen. Und wie oft auch bei Fragen und Themen, die der Notwendigkeit therapeutischen Eingreifens vorbeugen helfen.

Auch als Medizinjuristin haben Sie – wie mancher Arzt und Apotheker – nicht selten das zu “reparieren”, was präventiv vermeidbar sein könnte. Oder wie zumindest in der Ausprägung der Schwere der Folgen oder mit der Verzögerung des  Zeitpunkts des Eintritts der Folgen für die Gesundheit mit Ernährung und Lebensstil Einfluss genommen werden kann oder könnte. Wenn Sie für Mandanten Reha-Maßnahmen durchsetzen müssen, die zur Gewichtsreduzierung nötig sind und neben Folgen für Organe und Rücken, Gelenke auch solche auf Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz zeitigen, ist das nur eines von vielen Beispieln, die im Laufe meiner Tätigkeit zu nennen wären. Übergewicht mit Folgen für Organe als Kontraindikation für die Aufnahme von Patienten auf Warteliste für Herz- oder andere Organtransplantation ein anderes. Ob und welche Lebensmittel Sie bei bestimmten Medikamenten gar nicht oder nicht in zeitlicher Nähe oder gemeinsam zu sich nehmen können, ist ein weiterer Themenbereich. Nur drei von ungezählten Beispielen, die in Mandatsfällen bei mir die Verzahnung von juristischer Tätigkeit mit Ernährungsthemen spiegeln.

Wird man da zum Genuss-Asketen? Für mich verneine ich das. Au contraire. Gesund heisst für mich nicht Verzicht auf Genuss. Die Dosis macht das Gift. Bei Menge wie Zusammensetzung und Zubereitung.

Eine goldene Regel – nicht nur für Kokosmakronen, die natürlich in rauen Mengen genossen, keine Schlankmachern sein können – ist auch bei den Weihnachtsplätzchen schliesslich ganz einfach:

Das zweite Stück schmeckt auch nicht besser, als das erste. 

Warum also noch eines und noch eines und noch eines….? EINES aber schlägt noch nicht so zu Buche, dass man es sich nicht gönnen darf.

Da schadet auch eine Mahlzeit mit einer Süßspeise nicht, wie Beispiele der Apotheken-Umschau in deren regelmässigen Ernährungsplänen und Vorschlägen HIER illustrieren.

Im dortigen Rezept wird “fettarme Milch” mit Sahne kombiniert – ich verwende einfach nur Milch. Die Zutatenmenge mit 60 g Milchreis für die Zubereitung dort erreicht immerhin die halbe Menge meiner Zutatenangaben, die ich (siehe unten mein Rezept) für vier Personen berechne, also weniger üppig und für meinen Gusto bereits sättigend genug. Aber selbst die Rezeptberechnung in der Apotheken-Umschau zeigt mit dortigen Kalorienangaben, dass diese vermutlich geringer sind, als die meisten Menschen mit Mehl- und Süßspeisen annähmen. Und verglichen mit anderen Speisen, die sie für vergleichsweise figurfreundlicher halten, durchaus konkurrenzfähig bei Rezepten gesunder Ernährung. 

Der Trend zu Worten und althergebrachten Rezepten und solchen aus der Kindheit unter dem Modewort “Soulfood” spiegelt dieses Grundbedürfnis ebenso wieder.

Nicht Mode, sondern Gewohnheit von jeher sind für mich und in meiner Familie Mehlspeisen und einfache Gerichte wie Brei nicht nur als Dessert, sondern als Hauptgericht. Gelegentlich höre ich, diese Gerichte seien als Süßspeisen wenig kalorienbewusst. Abgesehen davon, dass die Dosis und die Wahl der Zutaten dabei eine Rolle spielen, habe ich kaum je das Bedürfnis nach Süßigkeiten, die bei anderen im Einkaufskorb landen und zusätzlich zu Mahlzeiten zwischendurch genascht werden und zweifellos allein schon deswegen mehr Kalorienverbrauch pro Tag mit sich bringen. Bei selbstgemachten Grießspeisen und Reisgerichten ist die Zutatenliste zudem in Ihrer Hand, sowohl was die Menge an Zucker oder auch überflüssige Sahne etc angeht, von anderen Zusatzstoffen in Fertigmischungen für Milchreis, Griess-Gerichte oder solche aus dem Becher und Kühlregal ganz zu schweigen.

Mindestens alle zwei Wochen, wenn nicht öfter, kommen bei mir auch Gerichte wie Griessbrei, Griess-Schnitten, Milchreis oder Milchreisaufläufe und andere Varianten dieser sehr preiswerten Gerichte auf den Tisch. An bestimmten Wochentagen waren und sind diese nach wie vor regelmässig dran, abwechselnd mit Mehlspeisen im eigentlichen Sinne.

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Griessbrei mit Zimtzucker und Orangenfilets © Liz Collet

“Süßen Griess oder Reis” gab es schon in der Kindheit, dabei in eben zwei Varianten:

Griessbrei oder Reisbrei heiss mittags auf den Tisch nach der Schule, meist mit Rosinen darin und mit Zimtzucker darüber. Dazu Zwetschgen aus dem Einmachglas oder Apfelmus dazu oder – manchmal auch das – Himbeersirup am Rand des Suppentellers, in dem der Brei auf den Tisch kam, wie der Inhalt eines Burggrabens verlaufend. Mir war als Kind Apfelmus immer am allerliebsten dazu. Hatte ich während meiner Studienzeit kein Apfelmus, schnippelte ich frischen Apfel über den Milchreis. Mit frischem Obst oder Beeren mag ich ihn bis heute am liebsten und zu jeder Jahreszeit.

Selbstgemachter Milchreis ist – für mich – im Vergleich mit allen bisher zum Vergleich getesteten Fertigprodukten unschlagbar und kostet nach Preis und Zeit wenig Aufwand.

Basisrezept:

125 g Milchreis
500 ml Milch
Mark 1 /2 Vanilleschote
1 Prise Salz
1 Stich  Butter

Tip zur Menge:

Dieses Rezept reicht grundsätzlich für 4 Portionen. Denn Milchreis, besonders warm serviert, sättigt wie viele Mehl- und Süßspeisen auch, recht gut.

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Milchreis mit Apfel © Liz Collet

Zubereitung:

Milch mit Salz, Butter und Vanille aufkochen lassen, Reis hinzufügen und bei mässiger Hitze köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

Gezuckert wird der Milchreis bei uns nie vor und beim Kochen, sondern erst zum Servieren – Zimtzucker im Schälchen separat auf dem Tisch. Zum einen vermeidet man beim Kochen so leichter, dass der Milchreis anbrennen kann. Zum anderen hat jeder einen anderen Geschmack beim Süssen. Und last not least wird bei mir das Basis-Rezept auch für weitere Speisen weiterverarbeitet, wenn wirklich etwas übrig bleiben sollte. Das ist bei der o.a. Menge aber kaum je der Fall. Bereitet man direkt die doppelte Menge daovn zu, kann man den Milchreis anderntags verwenden für Desserts oder zB auch für einen Milchreisauflauf, für den es bei mir unterschiedliche Rezepte gibt. Darunter auch eines, bei dem Quark mit unter den Milchreis gegeben wird, bei einem anderen werden zB Äpfel mit unter die Auflaufmischung gegeben oder abwechselnd geschichtet. Je nach Vorlieben kommen Rosinen, gestiftete oder ganze blanchierte Mandeln darunter oder werden nach dem Backen im Ofen leicht gebräunt oder karamellisiert darüber gestreut. Der Milchreisauflauf schmeckt heiss zu Früchten oder mit Vanillesauce und auch lauwarm oder abgekühlt mit Zimtzucker, einem Klecks Rahm oder Obst (frisch oder aus dem Einmachglas).

Sehr schmackhaft mit ihren leicht säuerlichen Aromen sind auch Früchte, die aktuell in der Natur zu finden sind: Dazu gehören Hagebutten (zu Mus verarbeitet), Sanddorn, Vogelbeeren und anderes mehr. Bei diesen gehört nur ein bisschen Wissen dazu, wie man diese wahren Vitamin-C-Bomben in der Küche zubereitet und verwendet.

Milchreis zuhause (am Vortag) zubereitet lässt sich problemlos in ein Glas oder geeignete Bentobox gefüllt in Büro, zur Arbeit oder Schule und Uni mitnehmen.

Und nun noch für Ihr Haushaltsbücherl ein kleines Preisbeispiel:

Eine Packung Milchreis à 500 g ist handelsüblich bereits ab ca 48 cent erhältlich. Das Basisrezept reicht für 4 Portionen. Damit ist eine handelsübliche 500 g Packung ausreichend für 16 Portionen, der Zutatenpreis pro Person für den Reis liegt damit bei 3 cent. Bei einem Literpreis für Milch von ca 60 – 100 cent (je nach Marke, Fettgehalt und Bio- oder andere Milch), ist der Portionspreis für die Milch durchschnittlich bei ca 10 cent, so dass die Portion Milchreis bei ca 13- 15 cent im Preis der Zutaten liegt, zusammen mit einem Apfel etwa bei 40 cent als Mahlzeit pro Person.

Vergleichen Sie selbst den Preis mit den Alternativen, wie zB

  • Fertiger Milchreis aus dem Kühlregal im Becher
  • andere Milchreiszubereitungen, (für die noch zu erhitzende Milch hinzuzufügen ist, wie hier)

und bei diesen neben dem Preis auch, welche Inhaltsstoffe und Zutaten dort (zB Zucker u.a.) enthalten sind, sowie deren “Ergiebigkeit” ungeachtet des höheren Preises.

Vielleicht demnächst doch wieder öfter mal einen Griessbrei oder Milchreis hausgemacht? Für ersteren habe ich natürlich auch ein Rezept für Sie:

Und wenn auch Sie Interesse an der Nutzung meiner Fotos (auch von Rezepten dazu) haben, freue ich mich jederzeit über Ihre Anfragen zu Nutzungsrechten und deren Kondotionen und gern auch jederzeit zu anderen Fotos. Jede – gern auch unverbindliche – Anfrage ist Inspiration zu neuen Rezepten und Fotos.

 

Aus Neugier – lesen SIE gern die Apotheken-Umschau? Online, printed, die Sie als Kunden nach wie vor kostenfrei und als Serviceleistung Ihres Apothekers erhalten? Ich habe darin – ebenso wie in der Bäckerblume des Bäckers um die Ecke, dem Pendant beim Metzger – immer schon als Kind gern geblättert.

Und noch heute mache ich das sehr gern. Und wenn ich auch kaum Bedarf an Arzneimitteln habe, abgesehen von Pflaster, Brandsalbe  oder gelegentlichem Pfefferminz, führt doch die eine oder andere Tätigkeit oder Bedarf an Zutaten regelmässig in die Apotheke, wie zB für diverse Teesorten oder Naturheilmittel und damit auch an der Apothekenumschau nicht vorbei. Zumal ich sehr gern auch den persönlichen Rat und Sachverstand der Apotheker meines Vertrauens zu den “Zutaten” aus der Natur nutze, über die ich publiziere.

Inzwischen gibt es auch “Ableger”-Hefte für Brainjogging-Spass mit Sudoku & Co. Wer diese Hefte belächelt, weil er ihnen nicht genug Informationsgehalt zumisst, mag sich selbstkritisch fragen, wieviele Stunden er mit weit nichtssagende(re)n Inhalten online (nicht nur damit) oder im TV selbst die Zeit stiehlt……….? 

Ni X für U ngut.

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