Spitzenduett im Bistum Regensburg | Regensburger Dom {Plus: Spitzen zum Recht am Bild}

February 7, 2016 § Leave a comment

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Regensburg Dom II © Liz Collet

Schlagzeilen machen die Spitzen des Regensburger Doms – im übertragenen Sinne und nicht diejenigen der Domarchitektur – seit geraumer Zeit in weniger erfreulicher Weise. Ein trauriges Kapitel, das noch manche öffentliche Diskussion erwarten lässt und vielen Anlass und Gelegenheit, grundsätzliche Fragen zu stellen und mit Fragen Grundsätze der Kirche und ihrer Berechtigung in heutiger Zeit mehr oder minder sachlich auf den Prüfstein zu setzen. Wichtiges Thema, zweifellos.

Unabhängig davon aber bleibt Faszination (bei mir und sicher anderen auch) und Respekt vor den Bauleistungen zurückliegender Jahrhunderte, die sich in Bauwerken wie dem Regensburger Dom nicht nur als Tourismusmagnet für Gäste aus aller Welt erweisen. Sie haben als Bauwerke vor ein paar Jahren Eingang in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes gefunden.

Mich freut das im Besonderen, denn diese Stadt ist mir in unzähligen Details ebenso wie im Ganzen ins Herz verwurzelt eingewachsen. Wie jeder von Ihnen zweifellos auch, haben wir alle solche Plätze oder Städte, die so viele Mosaik- und Puzzlesteine in unsere und entlang unserer Lebenslinie gesetzt haben, die unersetzliche wie unvergessliche Spuren ziehen. Auch ohne dass jede von diesen in heute üblichen und scheinbar unverzichtbaren Selfies und virtuellen Spuren “verewigt” werden mussten oder (mit-)geteilt werden müssten.

Heute müsste ich recht wahrscheinlich fürchten, womöglich von einem kamera-schiesswütigen asiatischen oder anderem der vielen Touristen Regensburgs  ungefragt und unfreiwillig als frisch im Alten Rathaus und dem dortigen “Kleinen Fürstenzimmer” mit dem “grünen Tisch”getrautem Paar oder auf der Treppe vor dem Alten Rathaus mit der Kamera “erwischt” mich bei Facebook gepostet oder sonst im Netz wiederzufinden. Weil irgendjemand mit seinem Smartphone sich dazu bemüßigt oder berechtigt sieht, alles und jeden zu knipsen, ohne zu fragen und das viral zu verbreiten, oft noch unter dem narzistischen Feigenblatt des “Gutmenschen”, der glaubt beurteilen zu können, dass ein Paar das doch ganz sicher sogar freue und sich wünsche, dass andere von solchen Momenten mehr oder weniger dilettantische , in jedem Fall aber ungefragte Fotos machen und  verbreiten.

Wie im Fall eines Pärchens auf dem Eiffelturm, das Opfer einer kamerawütigen Amerikanerin wurde, die ihre Maßstäbe von Roman-Tick, pardon: Romantik und Persönlichkeitsrechten zu denen für andere machte und macht und die Bilder vollständig unverpixelt postete. Wäre es ihr allein darum gegangen, das Pärchen ausfindig zu machen, um diesen die Fotos zukommen zu lassen, die beiden hätten sich an Kleidung und Situation auch erkannt, wäre wenigstens das Gesicht beider unkenntlich gemacht gewesen.

Dann aber hätten andere das Pärchen vielleicht nicht erkannt, die beide oder einen von beiden kennen. Und so ist völlig unglaubhaft, dass es der “Fotografin” nicht darum gegangen wäre, möglichst breitenwirksam Aufmerksamkeit viral zu erzielen, damit irgendjemand wo auch immer auf der Welt die beiden wiedererkenne. Sie hätte auch keine Medienauftritte dazu annehmen müssen und noch weniger die Erlaubnis an Medien geben, die ihr selbst als Verfügungsrecht über das Recht jeder Person am eigenen Bild nicht zusteht: Die Bilder auch in Zeitungen und Medien zu veröffentlichen.

Monatelang keine ersichtliche Reaktion trotz all des Rummels. So schien  jenes Pärchen sich weder auf ihre Internet-Posts, noch die diversen TV-Sendungen und Zeitungsbeiträge in den Medien gemeldet zu haben, in denen die eigenmächtige Fotografin in der Folge nach ihrem FB-Post des Bildes eingeladen, keiner ihrer Gehirnzellen genug Luft schenkte, um ihre Motive hinter den Bedürfnissen und Rechten und vor allem dem auf Privatsphäre der abgelichteten zurückzustellen. Sie tut dies bis heute nicht mit der gebotenen Selbstkritik, sondern verteidigt bis heute ihr Handeln und die unverändert im Netz von ihr selbst geposteten Bilder. Und auf Anfragen anderer, ob sich denn keiner der beiden gemeldet habe, kann man inzwischen in ihrem Blog lesen, sie “glaube” die beiden gefunden zu haben. Es hätten sich nur Dritte (nach eigenen Angaben Bekannte der beiden) gemeldet und mitgeteilt, dass diese weder ihren Namen, noch sonstige Informationen über sie in Öffentlichkeit oder Medien lesen möchten.

Die “Fotografin” schreibt dazu, dass sie dies respektiere.

Ach……..? Man möchte schier fragen, ob sie überhaupt weiss, was das heisst: Respekt. Wenn sie das so formuliert, als wäre das nicht das Allermindeste und völlig unzureichend zudem, wo sie bereits die Bilder nicht hätte posten und verbreiten und Medien überlassen dürfen zur weiteren Verbreitung, wenn sie deren Rechte und Wünsche respektieren hätte wollen.Und so formuliert, als stünde es ihr zu, es ggf. selbst jetzt noch und selbst das nicht zu respektieren.

Ohne selbst zu diesem Zeitpunkt zu begreifen, dass sie dies von Anfang an hätte tun sollen und nicht wieder rückgängig machen kann, was bereits viral in der Welt und weder von ihr, noch von dem betroffenen Pärchen aus dem Netz wieder entfernt werden kann, wo sie ohne Recht anderer Menschen auf Privatsphäre in ihrem Leben auch ausserhalb eigener Wohnung und nur hinter zugezogenen Gardinen zu achten, deren Fotos aus einem privaten Moment wie Konfetti in die Welt schoss.

Hätten die beiden für diesen privaten Moment eines Heiratsantrages selbst ein Foto oder mehrere haben wollen, der junge Mann hätte zweifellos dafür gesorgt oder sorgen können oder die beiden selbst ein Foto von sich gemacht.  Nicht das, was jene übergriffige Fotografin in so einem Moment gewollt hätte oder zigtausende andere, sondern was das eine konkrete Paar in seiner Situation wünscht oder nicht, ist Maßstab.

Hier passt auch der Satz “Was Du nicht willst, das Dir man tu,…..” so halb, aber eben nicht ganz. Es ist wie so oft im Leben nicht schlecht, sich den Satz selbstkritisch als Frage zu stellen, wie man es selbst empfände, wenn andere das täten, was man selbst mit ihnen macht.

Es passt hier dann aber dann doch nicht wirklich. Denn es geht eben nicht darum, was man selbst “an deren Stelle” wollen würde, sondern was andere wollen, diese und nur diese in ihrem Moment. Und nicht andere an ihrer Stelle.

Das Empfinden zum Umgang mit dem eigenen Bild ist so individuell, dass nicht das anderer es ersetzen kann zur Bestimmung, wer das Recht am eigenen Bild und zu welchen Zwecken missachten und missbrauchen darf. Jedenfalls dann, wenn er nicht nur unwesentliches winziges und austauschbares Beiwerk des Bildes ist, sondern der Fokus der Aufmerksamkeit.

Was dem einen in einem konkreten Moment gefallen mag, kann dem anderen ein Gräuel sein. Am konkreten Beispiel: Niemand weiss, ob die beiden überhaupt noch zusammen sind nach dem Moment, was aus beiden wurde danach oder ob es Gründe gibt, warum sie weder wollen, dass jemand weiss, wo sie waren oder dass sie dort zusammen waren und was sie dort taten. Und auch hier: Egal, ob das Gründe sind, die andere für legitim halten oder rational oder nicht – es ist allein ihre eigene Angelegenheit und ihre Privatsache. Gewesen. Denn mit den viral nicht mehr einholbaren Bildern ist das perdu und nicht mehr zu beseitigen – wer soll als Betroffener sich die Anwälte weltweit leisten können, um überall die Beseitigung der Bilder aus dem Netz durchsetzen zu lassen? Erst recht ohne dadurch dann auch noch namentlich durch die Medien gezogen zu werden, wenn sie sich dagegen zur Wehr setzen und rechtlich gegen die eigenmächtige “Fotografin”.

Es ist vielleicht nicht von ungefähr, dass diese sich in ihrem Blogprofil beschreibt mit den Worten “I am the boss of the whole wide world,(…).”

Nur weil man aber etwas mit einem Smartphone in der Hand technisch kann, ist es noch lange nicht richtig und gestattet.

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Silberstreif der UNESCO © Liz Collet

Es ist Unsitte geworden, jedes Bild mit angeblichen und vorgeblichen fremd- oder gemeinnützigen und gutmenschlich legitimierten Interessen rechtfertigen zu wollen. Manchmal sogar bis hin zu Banalisierung verbotenenen Verhaltens mit Sätzen wie dieser Tage im FB-Account dieses Mediums zu lesen, die über das gesetzwidrige “Roofing” eines Deutschen auf der Cheops-Pyramide berichteten mit dem einleitenden Satz

“Natürlich verbotenerweise,

aber er hat beeindruckende Bilder von da oben mit gebracht.”

Lassen wir beiseite, ob die Bilder fotografisch qualitativ beeindruckend seien – was jeder für sich unterschiedlich beurteilen mag und nicht der Kern der Sache und Kritik sind.

“Natürlich verbotenerweise, aber….” ? Das “ABER” allein banalisiert in nicht akzeptabler Weise die Missachtung geltender Verbote anderer Länder , die auch vor Gefahren für andere schützen sollen (herabfallende Steine, Personengefährdung anderer) und mangelnden Respekt vor deren Kulturgütern anderer Länder und von Weltkulturerbe. Das bereits ist geschmacklos und für Journaille inakzeptable Banalisierung und räumt diesem Verhalten zudem auch noch unter derm “Feigenblatt” der doch “beeindruckenden Bilder” einen scheinbaren Ruhmesplatz für diese “Heldentat” ein, die völlig verfehlt ist. Wer von Ausländern und “Gästen” unseres Landes Einhaltung der Gesetze fordert, sollte bei Deutschen im Ausland gleichen Maßstab anlegen.

Man stelle sich vor, ein Mann etwa gleichen Alters, aber arabischen Aussehens würde mit Rucksack eines der Kulturgüter wie den Dom in Regensburg oder Köln erklimmen…………..man mag sich kaum auszumalen, was geschähe….

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Regensburger Dom © Liz Collet

Mit dem Regensburger Dom und der mittelalterlichen Stadt verbindet mich nicht nur meine Studienzeit und wesentliche “Bausteine” meiner eigenen Lebenslinien, seit ich das erste Studentenzimmer auf der Insel am Oberen Wöhrd bezog, von dessen Fenster aus ich alltäglich den Blick auf den Dom und die “Skyline” der Altstadt und gratis dazu den regelmässigen Glockenklang des Doms und anderer der Regensburger Kirchen hatte. Wie auch – per Lautsprecher – gratis die Informationen über die Stadt und ihre Geschichte, welche die Gäste der Regensburger Flotte hören durften, wenn sie an meinem Fenster vorbei die Donau entlang schipperten. Das ist ein paar Jahre her und inzwischen soll der Schiffsverkehr manchem wenig Freude machen, dem sie zu sehr ausufere.

Doch lebt eine Stadt wie Regensburg eben massgeblich nicht nur von der hohen Zahl der Studenten, die Kultur und auch Freizeitangebote Regensburgs ein lebendiges Flair verleihen, sondern vor allem von dem Tourismus, der Reisende nicht nur auf “Kreuzfahrten” an der Donau befördert, sondern eben auch in Hotelbetten nächtigen und kulinarische wie kulturelle Angebote nutzen will und dafür Geld in die Stadt bringt. So ist das in Regensburg wie in allen Städten, grossen wie kleineren, die vom Tourismus als einem der Hauptfaktoren der Einnahmen der Stadt wie der Bürger leben. Neben ihrer Bedeutung als Forschungs- und Wirtschaftsstandort.

Aus der Serie meiner Bilder aus und über Regensburg finden sich manche daher auch in Veröffentlichungen über Regensburg wieder, teils auch in Reiseführern wie beispielsweise dem Varta-Reiseführer.

Gern erhalten Sie Informationen über diese und weitere Fotos und Serien aus und rund um Regensburg, ebenso wie über jederzeit mögliche redaktionelle Texte zu Regensburg, weiteren Reise- und anderen Themen, die Sie von mir für Veröffentlichungen verschiedenster Art erhalten können.

Und für 2016 werden weitere Fotoserien auch aus Regensburg hinzukommen. Regensburg ist – so alt ihre dicken Mauern sein mögen und so weit ihre Geschichte zurückreicht – eine Stadt auch der Veränderungen rund um ihre vielen alten Ecken, Zinnen, Türme, Erker, Mauern, Gassen und Plätze, in der sich nicht nur kulinarisch immer wieder manch Neues und Interessantes für alle Sinne entdecken lässt. Wenn Sie wissen wollen, was alles, dann blinzeln Sie gern wieder herein – 2016 zeige ich Ihnen davon mehr. Und wenn Sie in Regensburg sind und Sehens- und Geniessenswertes kennen und meine Kamera, meinen Verkostungsdreizack und meinem Blick darauf gern gelenkt wissen wollen, nur zu! Ich freue mich darauf und diese und Ihre Anregungen kennenzulernen. Und gern auch von diesen zu plaudern. In Text, Beiträgen, Bildern und Geschichten rund um eine meiner Herzensstädte und über Menschen und ihre Geschichten aus dieser. Neugierig? Details? Sprechen Sie mich jederzeit gern an……….

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NB: Warum Sie zum Thema des ungefragt verbreiteten Fotos jenes Pärchens vom Eiffelturm nicht einen Link zum Blog oder FB-Account jener eigenmächtigen “Fotografin” finden? Das beantwortet sich eigentlich aus meiner oben dargestellten Meinung dazu, dass und warum die Fotos der beiden gar nicht ins Netz gepostet hätten werden dürfen. Halten Sie es da für konsequent, mit einem Link zum Blog der übergriffigen Internet- und FB-Nutzerin  deren Handeln erneut mit Aufmerksamkeit zu ihrem FB-Account oder Blog zu “belohnen” und zu “beachten”, wo sie selbst jede Achtung anderer und deren Bedürfnisse in der Vergangenheit ebenso wenig respektiert, wie jetzt und unverändert die Bilder der beiden in ihren Accounts veröffentlicht lässt?

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